Georges Brassens
(1921-1981)
Georges Brassens (1921-1981)

Müller, Meier, Lehmann, Schulz, Schmidt,
Die gemeinen sterblichen Lüt'

Meinten, dass ich mit gutem Recht
Schleunigst aufgeknüpft werden möcht'...
(Von der schiefen Bahn)
»Ich dränge mich keinem auf, niemand ist verpflichtet, mich anzuhören. Wer Brassens nicht mag, muss nur ausschalten... Ich will mich nicht zu sehr prostituieren, nicht zu sehr zeigen. Ich denke, das Publikum freut sich mehr, wenn es mich nach drei Jahren Abwesenheit wiederfindet, als wenn es mich täglich sieht.
      Es wurde erzählt, dass ich das Publikum ständig beschimpfe, was nicht wahr ist. Das ist mir ein oder zwei Mal in einem Cabaret passiert, weil es zwei oder drei Stänker gab, die sich auf meine Kosten amüsiert haben. Da habe ich getan, was jeder an meiner Stelle getan hätte: Ich habe sie herablassend behandelt. In einem Cabaret, den Namen sage ich nicht, hat mich ein Kerl an einem Tisch ein bisschen gestört, indem er mir bösartig den Qualm seiner Zigarre ins Gesicht geblasen hat, nur einen Meter von mir weg. Da habe ich gesagt: "Für diesen Haufen Arschlöcher [bande de cons] singe ich nicht!" So war das. Ein Journalist hat geschrieben, was ich da gesagt hatte, und von da her kommt die Legende vom "Bärbeißer" [ours]. Man hat aus mir einen Kerl gemacht, der das Publikum als Vollidioten [cons] behandelt, was ich natürlich nie getan habe. Da das Publikum mich immer ziemlich gut behandelt hat, sehe ich wirklich keinen Grund, warum ich so was tun sollte... Für mich war es immer eine Ehre, wenn jemand sich die Mühe gemacht und sich auf den Weg gemacht hat, um mich zu hören, wenn man mir applaudiert. Ich freue mich sehr darüber, fühle mich sehr geschmeichelt. Es gibt Leute, die halten mich für einen bärbeißigen Typen, weil ich nicht bis zu den Ohren grinsend auf die Bühne komme...«


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